PINA - 3D
Ein Film von Wim Wenders für Pina Bausch
PREMIERE in den OSTSEE-WELTEN Warnemünde
Der oscarnominierte Tanzfilm „Pina 3D“ von Wim Wenders ist für
5 Wochen täglich 16:00 und 20:00 Uhr in den Ostsee-Welten in Warnemünde zu erleben. „Pina 3D“ ist die mitreißende Hommage an die verstorbene Choreografin Pina Bausch und ihr Tanztheater Wuppertal, die 3D als perfektes Mittel nutzt, Tanz mit allen Sinnen erfahrbar zu machen. Wim Wenders hat mit „Pina 3D“ einen Film über seine Freundin, die national und international geschätzte Choreografin Pina Bausch, realisiert.
"Pina" wirkt wie ein Film, für den die 3D-Technologie erfunden wurde. Sie ermöglicht einen neuen Eindruck des Lebendigen, noch stärker als im Theater. Hier sitzt der Zuschauer wirklich in der ersten Reihe bzw. auf der Bühne zwischen den Tänzern. Dass alles frisch und nicht im Geringsten museal wirkt, liegt auch an der emotionalen Qualität der Stücke, die Pina Bausch selbst ausgewählt hat. Besonders aufregend wirkt der Tanz außerhalb der Bühne. Wenn in moderner Dachetage, am Uferpark, im Schwimmbad oder vor Industrieanlagen getanzt wird, reizt der Kontrast von alltäglicher, statischer Stadtarchitektur und der Bewegung und den kräftigen Farben der Kostüme.
Pina setzt sich aus drei, im Prinzip sogar vier Elementen zusammen. Bewusst sparsam setzt Wenders 2D-Archivaufnahmen von Bausch ein, die er originell integriert. Hin und wieder verharrt die Kamera auf den Gesichtern der Ensemblemitglieder, die versuchen, ihr Verhältnis zur Meisterin und ihre Eindrücke aus der gemeinsamen Zeit zu verbalisieren. Vielen scheint das schwer zu fallen. Zu groß war die Aura der Verstorbenen. Zu eigen und unnahbar, wenngleich alles andere als kühl und distanziert, muss Bausch gewesen sein. Leichter tun sich die Weggefährten damit, sich tänzerisch auszudrücken. Vor bezaubernder Kulisse in Wuppertal selbst, meist mit dem Wahrzeichen Schwebebahn im Bild, oder im von der Natur beherrschten Umland, tanzen sie, als wären sie verloren, wenn sie es nicht täten. Dazu gibt es Bühnenaufnahmen mit Choreographien der vier Stücke "Café Müller", "Le Sacre du printemps", "Vollmond" und "Kontakthof", die ungeachtet ihres sterilen Schauplatzes sehr lebhaft wirken.
Pina, bei der Berlinale als Beitrag außer Konkurenz gefeiert, ist ein visuelles Erlebnis - und als solches mindestens gleichwürdig mit dem bisherigen Klassenprimus "Avatar - Aufbruch nach Pandora".